Für Vielfalt statt Einfalt

Der Senat als höchstes Gremium der Universität ist also einseitig zusammengesetzt und diskutiert dennoch über für ihn fremde Belange. Das verwundert nicht, denn auch der akademischen Horizont dieser Professor*innen besteht nahezu durchweg einzig aus Texten aus eurozentrischer, weißer und herrschender Perspektive. Die Kritik an Strukturen und Geschichte imperialer Macht und Unterdrückung durch diese Gesellschaft kommt zu kurz und ihr Denken verharrt in einer weißen „Überlegenheit“.
Aus dieser eurozentrischen Perspektive wird über den jeweiligen Umgang mit verschiedensten Formen der Diskriminierung entschieden. Rücksprache mit Betroffenen wird in diesem Kontext kaum gehalten, vielmehr werden durch eine „Diversity“-Kampagne der Universität Menschen mit Behinderung, POCs oder andere Minderheiten allenfalls für white-washing Aktionen genutzt. Um von dieser und anderen Formen der alltäglichen Diskriminierung Betroffenen einen Rahmen zu ermöglichen dagegen vorzugehen und persönliche Unterstützung zu erhalten, setzen wir uns für eine unabhängige Beratungsstelle gegen Diskriminierung, sowie die Stärkung der betroffenen Personengruppen ein. Darüber hinaus wenden wir uns gegen jede Form der Institutionellen Diskriminierung, sei es nun aufgrund von Klasse, Herkunft, Religion oder Sexualität. Barrierefreiheit muss einen allumfassenden Begriff gerecht werden, der von der physischen Zugänglichkeit zu den einzelnen Gebäuden der Universität bis hin zum Abbau der Barrieren durch Geschlecht oder Elternschaft reicht.